Vanlife Pannenshow – Oooops Teil 2

Vanlife Pannenshow Teil 2

Bereits nach 6 Monaten Vanlife hatte ich einige Pannen & Missgeschicke erlebt, über die ich im ersten Teil berichtet habe. Inzwischen ist schon über ein Jahr vergangen und ich habe aus meinen Fehlern gelernt… nun ja, und neue Fehler gemacht.

Deshalb folgt hier Teil 2 der Vanlife Pannenshow – seit neuestem mit tatkräftiger Unterstützung durch Vandog Marko!

Ausgeschlossen – Einbruch ins eigene Auto!

Der Klassiker: ich gehe mal kurz zu den Nachbarn, lasse den Hund samt Autoschlüssel im Van… und als ich zurückkomme: alle Türen zu. Der Kasten hat keine Verriegelungsautomatik meines Wissens, deshalb verdächtige ich den dicken Hintern von Hund Marko, der beim Herumhüpfen im Auto die Taste der Zentralverriegelung getroffen haben muss.

Zum Glück stehe ich in dem Moment nicht einsam irgendwo in der Pampa, sondern auf einem Campingplatz in Paderne bei Albufeira. Deshalb bekomme ich flink Hilfe von Pedro und Sebastian. Nach einigem Beratschlagen und Ausprobieren steht fest: wir brauchen eine Leiter, Mandy klettert über das – zum Glück geöffnete – Dachfenster rein. Das Ergebnis gibt es hier zu sehen:

Der Einbruch ins eigene Auto.

Tipp von einer Expertin: wenn ihr den Schlüssel im Van lasst, stellt sicher, dass das Dachfenster auf ist! Hier mein exklusiver Einbruch-Tipp (nur fürs eigene Auto natürlich)! 🙈😂😜Vielen Dank an Pedro & Sebastian für die Hilfe!! 😊

Gepostet von Movin'n'Groovin am Dienstag, 23. Januar 2018

Merke: Nie wieder den Schlüssel im Auto lassen!

Batterie versagt – Starthilfe!

Letztens ist’s mir doch tatsächlich passiert: das Auto springt nicht mehr an. Einige Tage stehe ich an einem schönen Platz direkt am Meer an der Algarve, genieße das Wetter und Marko hat viel Spaß mit den Nachbarshunden. Als die Fahrt weiter gehen soll – kein Mucks, ein kurzes „Zucken“ in der Anzeige und nichts.

Zum Glück ist unter den Nachbarn ein netter Brite, der eine mobile „Powerbank“ dabei hat, mit der man den Van wieder starten kann. So etwas kannte ich bis dato noch gar nicht – und hab’s direkt auf meine Wunschliste gesetzt für den nächsten Einkauf! Ein sehr praktisches Teil!

Nachdem der Motor wieder schnurrt, fahre ich eine extra große Runde, um die Batterie wieder aufzuladen.

Warum genau die Batterie so schnell leer war, kann ich mir nicht erklären. Eine Vermutung: ich hatte morgens und abends immer die Heizung laufen und in der Truma Anzeige wurde bereits seit 2-3 Tagen die Warnung #170 angezeigt: „Drohende Unterspannung < 11,5 V“. Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass sich diese Warnung nur auf die Aufbaubatterien bezieht, nicht auf die Starterbatterie. Wer dazu mehr weiß, darf mich gerne aufklären!

Auf Google Maps hören – und verfahren

Aus purer Bequemlichkeit verwende ich gerne Google Maps als Navigationstool. Dort recherchiere ich immer meine nächsten Reiseziele und bevor ich die Adresse umständlich in die Navi des Vans eingetippt habe, fahre ich einfach mit Google Maps’ Anleitung los. Meistens funktioniert das auch super, aber eben nicht immer.

Sehr oft versucht Google, eine tolle Abkürzung zu fahren, die die Strecke vielleicht 200 Meter kürzer macht, mich aber den letzten Nerv raubt, weil ich mich plötzlich durch eine Einbahnstraße mit Mauer und Bäumen links und rechts schleichen muss.

Merke: die Route vorm Losfahren noch mal genau anschauen und verdächtig kleine Straßen lieber umfahren.

Wildcampen an der Algarve – die GNR zu Besuch

Praia da Marinha in Portugal

Die Algarve ist ja bekannt als beliebtes Überwinterungsziel für Camper. Auch ist bekannt, dass das Wildcampen / Freistehen mit dem Van in ganz Portugal nicht erlaubt ist, aber meistens geduldet wird, wenn es nicht überhand nimmt. Nun ja, an der Algarve ist’s inzwischen schon sehr „eng“ und auf jedem halbwegs bekannten Parkplatz an der Küste tummeln sich eine Menge Camper.

Wohlwissend, dass dies nicht ganz legal ist, habe auch ich einige Nächte direkt am Meer verbracht. Letztes Jahr war das ja auch problemlos möglich. Nun ja, das Ergebnis: in den sechs Wochen, die ich an der Algarve unterwegs war diesen Winter, wurde ich an zwei Stränden von der Polizei (GNR) verwarnt – inklusive Strafzettel – und weggeschickt. Ob ich nun noch eine Rechnung nach Berlin geschickt bekomme, konnten mir die Herren nicht sagen. Laut ihrer Aussage entscheidet das dann die Gemeinde. Noch ist nichts da – es bleibt spannend.

Ich beschwere mich nicht über diese Strafzettel, schließlich bin ich das Risiko ja bewusst eingegangen. Und die Herren GNR machen auch nur ihren Job und das ist auch gut so. Letztlich hatte ich irgendwann keine Lust mehr auf so viel Trubel und Camper überall und habe mich ins Landesinnere verkrümelt – dort geht es viel entspannter zu und das Freistehen ist kein Problem.

Marko’s Fluchtversuche

Vanlife Pannenshow

Ja, auch mein lieber Hund Marko hat ab und an so seine speziellen Momente, bei denen auch mal was kaputt geht. Ein paar „Highlights“:

Wir stehen an einem Strandparkplatz. Ich unterhalte mich draußen mit Freunden, ein paar Hunde laufen umher. Marko hatte ich im Van gelassen, weil er gegessen hatte und eigentlich müde war. Nach einer Weile kommt ein schwarzer Hund auf uns zugelaufen. Ich denke noch „Verrückt, der sieht aus wie Marko!“ … und zwei Sekunden später: „Das ist Marko!“. Das Gelächter ist groß und Marko schaut total unschuldig und freut sich scheinbar darüber, dass wir uns so über ihn freuen.

Das Seitenfenster der Schiebetür hatte ich offen gelassen und nur das Fliegengitter war unten. Nun ja, diese hat nun ein Loch. Zu gerne hätte gesehen, wie die kleine Rampensau durch das Fenster gehüpft ist!

Inzwischen ist vom gleichen Fenster übrigens auch das Verdunkelungsrollo kaputt. Das passierte, als Marko im Van war, ich draußen und er es nicht cool fand, drin bleiben zu müssen. Beim Versuch aus dem Fenster zu schauen hat er das Rollo zerrissen. Ooops!

Ach ja, die tolle Fliegengitter-Tür hat Marko gleich am Anfang zerstört, als er auf dem Boden davor im Auto lag… und als ein anderer Hund vorbeigelaufen kommt, rennt er los – einfach durch das Fliegengitter. Das Gitter ist noch heile, aber das Konstrukt ist jetzt total verzogen und lässt sich nur noch schwer bewegen.

An alle Tierschützer: keine Sorge, Marko geht es gut und normalerweise verbringt er (bei schönem Wetter) den ganzen Tag vor der Tür. Nur manchmal muss er halt mal im Van bleiben, denn auch das Hundeleben ist kein Wunschkonzert!

Vandog Marko
Er kann ja sooo unschuldig schauen!

Der Mensch lernt aus seinen Fehlern – demnach bin ich wieder ein ganzes Stück schlauer geworden in den letzten Monaten.

Ich hoffe, meine Fehler führen dazu, dass du sie gar nicht erst begehen musst, um daraus zu lernen! ;-)

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