2.000 km Roadtrip durch Griechenland – meine Highlights & Tipps

Griechenland Roadtrip
2.000 km Roadtrip durch Griechenland - meine Highlights & Tipps 1

Oder: warum ein Roadtrip im Campervan durch Griechenland eine sehr gute Idee ist.
Seit nunmehr fast 1,5 Jahren bin ich in Griechenland unterwegs. Angefangen im Norden des Landes, bin ich ganz gemütlich vom Epirus bis in den Süden des Peloponnes gefahren und habe das wunderschöne Land erkundet, tolle Menschen getroffen, leckerstes Essen genossen und eine Menge traumhaft schöner Plätze entdeckt für eine tolle Zeit im Camper. 

In der langen Zeit in Griechenland habe ich noch immer nicht alle Ecken des Landes erkundet, weil ich einfach nur sehr langsam voran komme. Aber das macht ja nichts, denn das wird ganz sicher nicht mein letzter Besuch in Griechenland gewesen sein!

2.000 km durch Griechenland

Fast zwei Stunden habe ich daran gesessen, eine halbwegs sinnvolle Route für einen Roadtrip quer durch das griechische Festland zu planen. Ich habe all die markierten Orte besucht, allerdings nicht in dieser logischen Reihenfolge, sondern manchmal etwas wild durcheinander, oder auch mehrmals…

Die im Bild dargestellte Route ist meine Empfehlung, wobei ich auch dazu sagen muss, dass ein dreiwöchiger Urlaub ganz bestimmt nicht für diese Tour ausreicht. Die meisten Strecken sind Landstraßen, die oftmals nicht so gut ausgebaut sind, oder du fährst durch kurvige enge Straßen in den Bergen… plane also mehr Zeit für die Fahrten ein.

Bei Tripline findest du die komplette Route mit allen Stopps!

Für die komplette Tour würde ich mindestens drei Monate vorschlagen, so kannst du auch mal länger an einem Ort bleiben und diesen in Ruhe erkunden. Je mehr Zeit du mitbringst, umso besser! 

Oder picke dir einfach ein paar der Highlights raus und stelle dir deine eigene Route zusammen. Es gibt so viel zu entdecken in Griechenland, ich habe nach über 1,5 Jahren auch noch längst nicht alles gesehen!


Roadtrip Griechenland: meine Highlights

Über den Epirus im Nordwesten Griechenlands hatte ich bereits letztes Jahr geschrieben: hier findest du meine ersten Eindrücke aus der Region: Nordgriechenland: erste Eindrücke & Erlebnisse im Epirus vom ersten Besuch im Herbst. In dieser Auflistung fehlt allerdings noch ein ganz besonderes Highlight: 

Pades

Im Frühjahr 2019 bin ich ein weiteres Mal im Epirus unterwegs und bleibe – wie auch Nima & Steve von Abenteuer unterwegs – im schnuckeligen Bergdorf Pades hängen. Hier können wir mit dem Camper am Refugio Munti Smolikas stehen, das von Kostas & Dimitris betrieben wird – zwei sehr sympathische und witzige Griechen, die sich dort um das Wohlergehen der Besucher kümmern.

Von Pades aus gibt es eine Menge Möglichkeiten zum Wandern – zum Beispiel hoch hinauf zum Berg Smolikas (dem zweithöchsten Berg Griechenlands) mit einem Zwischenstop am sagenumwobenen Drachensee (Drakolimni Smolika). Auch ein kleines Klettergebiet befindet sich ganz in der Nähe. 


Prespasee

Weiter geht die Reise gen Norden bis zum Dreiländereck zwischen Griechenland, Nordmazedonien und Albanien: zum Prespasee. Wir haben einen schönen Platz im Dörfchen Psarades gefunden und bleiben dort ein paar Tage. Im Dorf gibt es ein paar nette Restaurants und einen kleinen Supermarkt. Tagsüber spaziert eine Kuhherde durch das Dorf bis zum Strand – und am Abend wieder zurück. 

Neben dem großen Prespasee gibt es noch die kleine Version davon – am kleinen Prespasee kann man über einen langen Steg zur Insel Agios Achillios laufen und dort eine Runde spazieren gehen. Freilaufende schwarze Schweine kreuzten uns ab und an den Weg, Marko wusste nicht so recht, was er davon halten sollte und blieb lieber bei mir. 


Arcturos Bear Sanctuary

Bären in freier Wildbahn habe ich bisher (zum Glück?) noch nicht gesehen – nur Bärenspuren beim Wandern… das war mir bereits genug der Aufregung. Im Bergdorf Nymfaio befindet sich die Bären-Auffangstation von Arcturos. Hier werden Bären aufgepeppelt, die aus Gefangenschaft stammen oder verletzt aufgefunden wurden.

Ich war mit einem der Guides ganz alleine im Gehege unterwegs und er erklärte mir die Arbeit in der Station, wie die Bären gehalten werden und wie sich die ganze Organisation nur über Spenden sowie die Eintrittsgelder und Souvenirverkäufe finanziert. In der Nähe gibt es übrigens eine weitere Station für Wölfe. 

Im Ort Nymfaio gibt es viele kleine Restaurants und auch einige Souvenirshops. Bei meinem Besuch Anfang August ging es jedoch sehr entspannt zu. 


Thessaloniki

Große Städte reizen mich inzwischen nicht mehr so sehr. In Thessaloniki war ich mal zwei Tage, als ich für einen kurzen Ausflug nach Deutschland zum Flughafen musste. Was ich in der kurzen Zeit sehen konnte, war schon toll. Dieser Kontrast von neu und alt hat mich beeindruckt. Alte Ausgrabungen direkt neben Neubauten mitten in der Stadt.

Vom weißen Turm aus habe ich eine Bustour durch Thessaloniki unternommen, da mir bei Temperaturen von über 30 Grad nicht nach allzu viel Bewegung zumute war.

Praktisch ist Thessaloniki natürlich auch für Camper, die länger unterwegs sind. Hier bekommt man wieder alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Bei mir betraf dies vor allem etwas Schnickschnack bei IKEA, Nachschub an Hundefutter (eine spezielle Sorte, die Marko gerne frisst und die es nicht überall zu kaufen gibt) und ein paar vegane Leckereien. Auch für den Van gab es ein paar Schönheitsreparaturen beim Camperstop Zampetas östlich von Thessaloniki. 

Ein leckeres veganes Restaurant befindet ich übrigens direkt beim weißen Turm: The Saints Stores – veganes Buffet für 10€, verdammt lecker!

Camperstop Zampetas

Diesen Stopp nehme ich tatsächlich als Highlight meiner Griechenlandreise mit auf, auch wenn Marko da sicherlich anderer Meinung ist. Die Zampetas-Brüder haben dafür gesorgt, dass alle Macken in meinem Van sehr professionell und recht günstig repariert wurden. Außerdem konnte ich ein paar Pakete aus Deutschland an ihre Adresse schicken lassen. Man kann auf dem Firmengelände des Camperstop Zampetas mit dem Camper kostenlos stehen, obendrein gibt es Strom, Wasser und WLAN.


Insel Thassos

Ganz im Nordosten Griechenlands, auf dem Weg in die Türkei, liegt die kleine Insel Thassos, die ich im September besucht habe. Die Überfahrt mit der Fähre von Keramoti aus dauert etwa 45 Minuten und hat mich etwa 24€ gekostet. Auf Thassos war auch im September noch recht viel los, weshalb das Freistehen nicht so einfach war und ich einige Nächte auf Campingplätzen verbracht habe. Die Hauptstraße führt einmal komplett um die Insel herum und es gibt viele schöne Orte und kleine Strände. 

Besonders schön ist der Golden Beach, dort war ich auch auf dem Campingplatz. Ein ganz besonders Highlight war ein Abstecher in die Berge nach Kastro inklusive einer schönen Wanderung. Anschließend gab es für mich ein leckeres Geburtstagsessen in „Kostas Tavern„, einer urigen Taverne von Kostas, einem sehr unterhaltsamen Deutsch-Griechen. Die Taverne liegt etwas versteckt im Dorf, einfach den Hauptweg entlang an den anderen Tavernen vorbei und dann scharf rechts einen kleinen Weg hoch.


Chalkidiki

Der „Mittelfinger“ von Chalkidiki ist definitiv mein Favorit in dieser Region. Auf Sithonia gibt es noch unberührte Natur, traumhafte Buchten & Strände und vor allem in der Nebensaison sehr viel Ruhe! Ich habe diesen „Finger“ einmal gemütlich umrundet mit Zwischenstopps u.a. am Karidi Beach, in der „Geisterstadt“ Kriaritsi, in Porto Koufo sowie an schönen Stränden auf der Westseite der Halbinsel. 

Kassandra, der Finger links bzw. im Westen Chalkidikis, hat mir gar nicht gefallen. Viel zu viele Hotelanlagen direkt am Meer, zu viel Beton, zu wenig Natur. Deshalb bin ich diese kleine Halbinsel tatsächlich an einem Tag abgefahren, nur um festzustellen, dass ich dort nicht länger bleiben will… und bin wieder zurück zum Ausgangspunkt des kleinen Tagesausflugs – einem riesigen Strand in der Nähe von Nea Potidea. 


Litochoro / Olymp

Griechenland ohne Besuch des Olymp? Kann man machen, wäre aber schade. ;-) Auch wenn ich es nicht bis auf den Gipfel geschafft habe, die Wanderung bis zum Refugio Spilios Agapitos war dennoch wunderschön. In der Region gibt es viele Wanderrouten, oftmals sind es Mehrtageswanderungen, da man es nicht an einem Tag bis auf den Gipfel schafft. Bei unserem Besuch ließ das Wetter leider keine weitere Wanderung zu – deshalb muss ich da noch mal hin.

Für Wander- und Outdoorfans ist die Region ein Muss! 


Meteora Klöster

Diesen Stopp sollte bei jeder Griechenland Tour dabei sein! Die Meteora Klöster hoch oben auf Felsen gebaut – ein bizarrer und beeindruckender Anblick, dazu die wunderschöne Landschaft, einfach irre!

Ich empfehle, die Klöster in der Nebensaison zu besuchen, denn hier ist wirklich viel los. Selbst im Mai kamen hier täglich ganze Busladungen mit Touristen aus Thessaloniki angefahren, an den Klöstern bildeten sich schon morgens lange Schlangen. Da möchte ich nicht wissen, wie es hier in der Hauptsaison zugeht!

Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz „The Cave“ in Kastraki. Von dort aus bin ich morgens um 7 los gewandert, und um 9 Uhr waren wir ganz oben am Kloster Agios Stéphanos. Von dort ging es dann gemütlich zu Fuß wieder runter ins Tal, vorbei an den anderen Klostern.


Delphi

Einer der wenigen Orte, an denen ich tatsächlich auch die Ausgrabungsstätte besucht habe. Oftmals sind es ja nur ein paar kaputte Steinchen, die irgendwo auf der Wiese verstreut liegen. In Delphi kann man aber die komplette Anlage mit noch sehr gut erhaltenen Strukturen, Gebäuden und dem Stadion besichtigen – sehr beeindruckend! 

Der Ort ist nicht sonderlich spannend, viel schöner ist der Nachbarort Archova. Dort kann man mit dem Camper (wenn er nicht allzu groß ist) etwas außerhalb an der Kapelle übernachten und hat einen wundervollen Blick auf den Ort. 


Athen

Athen wollte ich mir gerne anschauen, auch wenn mich große Städte inzwischen schnell stressen. Vor allem für Marko ist das nix, weshalb ich ihn im Van gelassen habe und zusammen mit Lisa Caravancı an zwei Tagen die Stadt erkundet habe.

Wir haben uns einfach in einen dieser Hop-on-Hop-off-Busse gesetzt und einmal quer durch Athen kutschieren lassen – das war sehr bequem und man erfährt unterwegs noch eine Menge Details über die wirklich spannende Geschichte der Stadt.

Die Akropolis haben wir natürlich auch besucht und ein kulinarisches Highlight für mich war das Essen bei Mama Tierra, einem veganen Restaurant in Athen, wo typisch griechische Gerichte zur Auswahl stehen – in veganer Form. Moussaka zum Beispiel – unsagbar lecker – & sehr zu empfehlen! 


Peloponnes Highlights

Roadtrip Highlights vom Peloponnes - Gythio

Die weitere Tour durch den Süden Griechenlands führt über den Peloponnes. Darüber hatte ich letztes Jahr bereits geschrieben und meine Highlights aufgelistet: Roadtrip Highlights vom Peloponnes – dem Herzen Griechenlands

Aktuell bin ich wieder in der Region unterwegs und werde noch ein paar neue Ecken erkunden, bevor mich im April die Fähre von Patras aus nach Italien bringt. 

So lange genieße ich noch ein wenig die schöne Natur, die Herzlichkeit der Menschen, das leckere Essen und das angenehme „Winter“-Wetter Griechenlands! Mal sehen, wohin es mich als nächstes verschlägt…

Na, was meinst du? Planst du jetzt deinen Roadtrip durch Griechenland? Hast du noch mehr Fragen dazu? Dann schreib mir gerne einen Kommentar oder lies hier weiter:

Buchtipps für deinen Griechenland Roadtrip:

Griechenland Roadtrip: meine Highlights & Tipps
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