Eine kleine Weltreise zum Hurricane Festival

Hurricane Festival

Manchmal passieren solche Sachen… ich plaudere mit meiner Freundin Karin, die mich darauf hinweist, dass dieses Jahr auf dem Hurricane Festival ein ziemlich gutes Lineup angesagt ist. Ich schaue mir die Liste der Bands und Musiker an und muss diese Feststellung bestätigen: Foo Fighters, Mumford & Sons, The Cure, Johnny Marr, Annenmaykantereit, Bosse, Flogging Molly, Die Toten Hosen und so viele mehr.

So, damit hatte ich quasi einen „Floh im Ohr“, der mich dauernd daran erinnerte, wie cool es wäre, endlich mal wieder zu einem Festival zu fahren. Der einzige Haken: ich bin derzeit in Griechenland. Die Fahrstrecke von hier bis nach Norddeutschland beträgt schlappe 2.500 Kilometer. Puh… eigentlich wollte ich diesen Sommer einfach in Griechenland bleiben und hier das Land entspannt erkunden. Also brauchte ich einen anderen Plan, der letztlich so aussah:

Nima & Steve fahren mich von Pades aus nach Ioannina (etwa 2 Stunden Fahrt), dort verabschiede ich mich kurz und schmerzlos von ihnen und vor allem von Hundi Marko – das erste Mal seit fast zwei Jahren, dass wir getrennter Wege gehen für über eine Woche!

Von Ioannina aus nehme ich den Bus nach Thessaloniki (3 Stunden).

In Thessaloniki bleibe ich eine Nacht, schaue mir die Stadt ein wenig an und gehe verdammt lecker essen in einem veganen Restaurant: The Saints Stores.

Am nächsten Tag geht der Flieger von Thessaloniki nach Bremen, in knapp 2,5 Stunden sind wir da.

Von Bremen aus fahre ich noch mal knapp 2 Stunden mit der Bahn bis zu meiner Freundin nach Ankum. Dort wartet am Abend leckerer Wein und ein kleines Unwetter auf mich. Ankum? Klingelt da was? Ja genau, dort war ich vor ein paar Jahren schon mal – nämlich beim alljährlich stattfindenden Bratpfannentournier! :-)

Puh, was für’n Ritt! Umwelttechnisch eine blöde Idee, aber ab und an darf ich mir auch so was mal gönnen finde ich, schließlich fliege ich kaum noch in den letzten Jahren.

Auf zum Hurricane Festival

Da ich nun leider nicht im eigenen Van angereist bin, mussten wir uns einen anderen Camper mieten. Das hat ganz wunderbar mit Paul Camper geklappt. Wir hatten Duci gemietet, einen selbst ausgebauten Fiat Ducato. Auf dem Festivalgelände angekommen, schrotten wir erst mal die Markise (nicht schlimm) und müssen so in der Sonne sitzen, die doch ziemlich heiß ist.

Der erste Abend endet bei einer großen Party mit etwas Regen vor der Bühne von Montreal & Querbeat – abgefahrene Show mit ganz viel Tanzerei. ;-) Das war ein super Auftakt ins Festival-Wochenende!

Das Wetter war perfekt für das Festival – sonnig, manchmal etwas zu heiß, aber alles besser als Regen! Durch die Trockenheit staubte es vor den Bühnen ziemlich heftig, wenn die Masse tanzte. Aber hey, besser als Matsch!

Hurricane Festival

Am Freitag nach dem Konzert der Toten Hosen, die gar nicht so übel waren (muss ich als alter Ärzte-Fan ja mal zugeben), haben wir uns spontan auf’s Riesenrad geschwungen und zu den Klängen von Tame Impala ein paar Runden gedreht.

 

Für Samstag hatten wir einiges vor, und standen deshalb bereits um 15 Uhr auf dem Festivalgelände, weil da die Fünf Sterne Deluxe spielten, die ich gerne sehen wollte. Die Herren hatte ich vor ein paar Jahren mal im Hotelbett interviewt, das war ein Spaß! ;-) Die Show war cool, dicker Bass und coole Sprüche.

Später folgte noch eine wundervolle Show von Johnny Marr.

Das Highlight am Sonntag waren für mich die Foo Fighters! Dafür haben wir uns ganz nach vorne in den ersten Innenraum vor der Bühne gewagt. Hellooooo, wurden wir da weggeblasen von dem Sound! Die Show war super, Dave Grohl ist ein verrückter Typ und hat uns einen schönen Festival-Abschluss beschert. Danke dafür!

Abseits von Musik & Party

Zu meiner großen Freude war das kulinarische Angebot auf dem Festival gar nicht so fleischlastig wie befürchtet. Und einen Favoriten hatten wir direkt am ersten Abend bereits ausgemacht: Veganes Gyros! Der Stand befand sich strategisch perfekt auf dem Heimweg zum Campingplatz, so dass wir dort jeden Abend bzw. Morgen einen Stopp eingelegt haben um eine Gyros Pita zu essen – soooo lecker! Dabei bewundere ich die Mädels, die dort den ganzen Tag im Laden stehen und das Gyros zubereiten. So viele dumm Sprüche, die wir nur während der Wartezeit auf unser Gyros zu hören bekamen („Das ist doch alles Chemie!“ / „Iiiiieh, vegaaaan! Gut, dass ich grad nen Burger hatte.“) – ich würde ausflippen! Aber die Mädels strafen solche Kommentare einfach mit Ignoranz, das ist vermutlich die beste Strategie. Meine Theorie: würde man am Stand das „Vegan“ im Namen weglassen – die Warteschlange wäre viel länger und niemand würde merken, dass er/sie kein Fleisch isst. Die Welt könnte so schön sein… ;-)

Auf unserem Campingplatz (für Wohnmobile) ging es eigentlich recht entspannt zu, mal abgesehen von ein paar Partybussen, die ihre dicken Boxen dabei hatten und den Platz damit aus diversen Richtungen beschallten mit schöner und auch mal ganz schlimmer Musik. Irgendwann gewöhnt man sich dann an diesen Geräuschpegel. Was aber gar nicht geht, sind diese nervigen Generatoren, die dann schon morgens um 9 angeschmissen werden, vermutlich um Kaffee zu kochen? Furchtbar! Aber auch das haben wir überlebt.

Fazit – nochmal!

So ein Festival ist verdammt anstrengend, macht aber auch verdammt viel Spaß! Deshalb wird’s wohl eine Wiederholung geben nächstes Jahr. Mal sehen, welches Festival das Rennen macht (oder gar mehrere?)! Nächsten Sommer habe ich eh vor eine Weile nach Deutschland zu kommen – und neben Musikfestivals will ich auch ein paar Vanlife Treffen mitmachen. Na mal schauen!

Zurück in Griechenland

Die Rückkehr ins Bergdorf Pades war wieder genauso langwierig wie der Hinweg, aber die Vorfreude war groß, endlich wieder in mein Zuhause zurückzukehren und vor allem, Marko wieder durchknuddeln zu können! Die Wiedersehenfreude mit Marko nach über einer Woche der Trennung war riesig – auf beiden Seiten. <3

Ein dickes Dankeschön an Nima & Steve für’s Hundesitten und die Diät, die ihr Marko verordnet habt – steht ihm gut! ;-)

Dreamteam

Jetzt genieße ich erst mal wieder die Ruhe und Entspannung hier in den Bergen Griechenlands und überlege mir mal, wo ich die nächsten Wochen noch so hinfahren werde. Es wird definitiv bergig, denn alles unterhalb von 1.000 Metern wird mir zu heiß! Nächste Woche ist erst mal Arbeit angesagt – unter anderem der Start unseres Reiseportals Vegan auf Reisen! Es bleibt spannend!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere