Vanlife Zahlen & Fakten: so viel kostet mein Leben on the Road [Update 2018]

Vanlife Zahlen & Fakten - die Kosten on the Road

Ziemlich zu Beginn meines Umzugs in den Van habe ich mir alle laufenden Kosten aufgeschrieben um zu sehen, wie viel Geld ich on the Road zum Leben benötige. Inzwischen hat sich einiges getan, deshalb ist es Zeit für ein Update!

Die beste News vorweg: der Van ist bezahlt! Juhu! Das heißt, die monatliche Kreditrate von 531€ fällt schon mal weg – das ist eine riesige Erleichterung. Außerdem habe ich ein paar Versicherungen geändert, ein neues Sparkonto angelegt, einige der Online Abos habe ich gekündigt sowie neue hinzugefügt.

Summa summarum belaufen sich meine monatlichen Fixkosten auf ganze 459 Euro.
Hinzu kommen dann nur noch die alltäglichen Kosten wie Lebensmittel, Sprit, Reparaturen, etc.

Damit du einen Vergleich sehen kannst, habe ich mal die Fixkosten gegenübergestellt, welche ich vorher in meiner Wohnung in Berlin hatte. Dort habe ich in einer ca. 55qm großen Altbau-Wohnung in Friedrichshain.

Vanlife Kosten Vergleich

Die Fixkosten sind jetzt weitaus geringer, denn:

  • ich zahle keine Miete (oder Autokredit) mehr,
  • die Krankenversicherung ist jetzt wesentlich günstiger.

Auf der anderen Seite sind neue Kosten dazugekommen:

  • Kosten für den Van, wie Kfz-Versicherung, Steuern, ADAC-Mitgliedschaft etc.
  • Mein Handyvertrag in Deutschland (Vodafone mit 13 GB) ist teurer geworden.
  • Außerdem versuche ich monatlich Geld zurückzulegen.

Monatliche Vanlife Fixkosten im Detail

Pimp my Van

Der Van

  • Kfz-Steuer → 20 €
  • Kfz-Versicherung → 68 €
  • ADAC Mitgliedschaft → 7 €
    Die gelben Engel kosten mich 89€ im Jahr (ADAC Plus Mitgliedschaft). Bisher musste ich sie nicht in Anspruch nehmen. Aber es fühlt sich gut an zu wissen, dass im Fall der Fälle jemand vorbeikommt und mir hilft.

Versicherungen

  • Krankenversicherung (HanseMerkur) → 89 €
    Ich habe jetzt eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung bei der HanseMerkur abgeschlossen. Diese kostet 59 € monatlich und versichert mich für die Zeit im Ausland (weltweit, ohne USA & Kanada).
    Hinzu kommt noch ein Beitrag von 30€ monatlich, den ich für die Stilllegung meines PKV-Beitrages zahle. Das dient dazu, dass ich irgendwann einmal, wenn ich beschließe wieder nach Deutschland zu ziehen, wieder in meinen alten PKV-Tarif komme ohne Gesundheitsprüfung und ohne andere Anpassungen. Und der Tarif war so günstig (zuletzt 224€ im Monat), das musste ich einfach „sicherstellen“. Dennoch nervt mich dieser Beitrag – ich zahle ungern für etwas, das ich nicht direkt in Anspruch nehme und bei dem ich gar nicht weiß, ob ich es jemals brauchen werde.
  • Unfallversicherung (Interrisk) → 9 €
  • Haftpflichtversicherung (CosmosDirect) → 4 €
  • Rechtsschutzversicherung (Bavaria Direct) → 13 €

Verträge

  • Handy Vertrag (Vodafone) → 49 €
    Auch wenn ich nicht in Deutschland bin, kann ich das Datenvolumen meines Vodafone Vertrags mit 13 GB pro Monat überall im EU-Ausland benutzen. Diese 13 GB sind ganz sinnvoll zur Überbrückung – z.B. bei der Fahrt durch Frankreich. Dort wollte ich mir keine extra Sim-Karte kaufen, da ich ja nur ein paar Tage dort unterwegs war. Dieser Vertrag dient also vor allem als Puffer für zwischendurch sowie dazu, dass ich meine Handynummer weiterhin behalten kann. Den Vertrag werde ich bei Gelegenheit jedoch kündigen und eine günstigere Alternative suchen.

Online Tools & Abos

  • Dropscan: Digitalisierung der Briefpost → 5 €
    Bei Dropscan wird meine Post automatisch digitalisiert und ich kann sie online abrufen. Das klappt wunderbar! Ich habe dort noch den alten Tarif, bei dem ich nur eine Gebühr pro eingegangenem / gescrannten Brief zahle, also keine Monatspauschale. Die 5 € sind etwa der monatliche Schnitt, denn zum Glück bekomme ich nicht mehr so viel Papierpost.
  • Adobe Cloud Abo → 10 €
    Für Lightroom & Photoshop bin ich in der Adobe Cloud gelandet. Damit habe ich immer die aktuellste Version der Software verfügbar. Adobe Lightroom verwende ich fast täglich für die Fotobearbeitung und -verwaltung und will’s nicht mehr missen!
  • lexoffice Buchhaltung → 17 €
    Mein liebstes Hobby: die Buchhaltung (Ironie!). Dank Lexoffice klappt die Organisation von Kundendaten, Rechnungen und der ganze Steuer-Krimskrams sehr gut. Das Tool ist nicht günstig, verknüpft aber Bankkonten und Elster, so dass ich fast alle Finanzaktionen direkt in lexoffice abwickeln kann.
    Mein Tipp: Hier kannst du lexoffice Buchhaltung & Finanzen 30 Tage kostenlos testen!*
  • Dashlane Passwort Manager → 3 €
    Da ich mir meine vielen Zugangsdaten nicht mehr merken kann und will, erledigt dieses Tool das Merken für mich. Der Vertrag läuft noch 2 Jahre, danach werde ich vermutlich auf eine kostenlose Version umsteigen (Avast bietet z.B. einen kostenlosen Passwort-Manager).
  • Treehouse* Webdesign Kurse → 20 €
    Etwas Weiterbildung schadet nie. Deshalb nutze ich derzeit das Online Angebot von Treehouse und bilde mich ein wenig weiter im Bereich Webprogrammierung.
  • All-inkl Webhosting* → 5 €
    Mein Blog und Webseiten werden bei All-Inkl gehostet. Mit diesem Provider bin ich seit Jahren sehr zufrieden und empfehle ihn gerne weiter.

Sparen

  • Altersvorsorge bei Vantik → 100 €
    Langsam aber sicher sollte ich mir über meine Altersvorsorge Gedanken machen, das ist mir schon seit längerem bewusst. Jetzt gehe ich es endlich an und starte mit einem sehr flexiblen Rentensparplan bei Vantik. Das Konzept ist ideal für Freelancer, die keine regelmäßigen Einkünfte haben – der Sparbetrag kann beliebig gesenkt / erhöht / pausiert werden.

Spenden

  • Foodwatch & Amnesty International & SOS Mediterranee → 40 €
    Ich spende jedes Jahr an Foodwatch und an Amnesty International, jeweils 120€ sowie 20€ im Monat an SOS Mediterranee. Das ist es mir wert, weil ich die Arbeit der Organisationen sehr schätze und zumindest einen kleinen Beitrag dazu leisten möchte.

Fazit: Schuldenfrei & Spaß dabei ;-)

Jetzt bin ich da angekommen, wo ich lange hinwollte: jetzt kann ich viel mehr Zeit mit Dingen verbringen, die mir Spaß machen und mich weiterbringen. Die Arbeit umfasst keine 40-Stunden-Woche mehr. Ich schätze eher, dass ich im Schnitt etwa 20-30 Stunden arbeite. Die Arbeit macht mir Spaß, dennoch bin ich viel lieber draußen und erkunde die Gegend, verbringe Zeit mit Marko, mit lieben Freunden, neuen Bekannten…

Mein Geld verdiene ich übrigens hauptsächlich durch Webdesign & Online Marketing Projekte bei CUCUZA. Und das klappt wunderbar von unterwegs. Falls du Hilfe bei der Erstellung deiner Website benötigst, melde dich gerne bei mir!

Wie du siehst – so teuer ist der ganze Vanlife Spaß gar nicht!
Falls du also ähnliche Pläne schmieden solltest, mein Tipp: gut planen und die Kosten im Auge behalten. Im besten Fall sinken die Kosten, sobald die Reise los geht – Reisen und Geld sparen, verrückt!

Und die laufenden Kosten on the Road?

Wieviel Geld du unterwegs ausgibst, hängt von vielen Faktoren ab.

  • In welcher Gegend bist du unterwegs?
  • Fährst du viel oder bist du eher langsam unterwegs?
  • Nutzt du oft Campingplätze zum Übernachten? Oder stehst du lieber frei in der Natur?
  • Gehst du oft essen / feiern / shoppen…? Oder lieber ein entspannter Abend am Meer?
  • Wie „reparaturbedürftig“ ist dein Van?

Wie du siehst, die variablen Vanlife Kosten kann man nicht pauschal abschätzen. Ich habe vor einiger Zeit meine variablen Kosten unterwegs mal aufgelistet und mit den Reisen durch Norwegen und Spanien verglichen.

Vanlife Ausgaben – die Kosten on the Road
(Spanien vs. Norwegen)

Hast du Fragen oder Anregungen zu dem Thema? Hinterlasse gerne einen Kommentar. 

Vanlife Zahlen & Fakten: so viel kostet mein Leben on the Road [Update 2018]
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14 Kommentare

  • Ich habe gerade deine Seite über Pinterest entdeckt und bin begeistert! Uns fällt hier in Berlin auch gerade die Decke gehörig auf den Kopf und wir spielen mit dem Gedanken uns sehr bald im Van wieder auf in die Welt zu machen. Letztes Jahr waren wir noch zu Fuß – oder Flugzeug – auf Reisen. Dafür fehlt jetzt leider das nötige Kleingeld und irgendwie fände ich es auch schick, mein Zuhause immer dabei zu haben und mich dabei trotzdem ganz frei zu fühlen. Die Idee, den Van einfach teilweise abzubezahlen ist grandios!
    Deine Seite ist für mich jedenfalls gerade gold wert und ich stöbere gespannt weiter. Danke für die tollen Infos!

    • Das freut mich, dass dir der Blog gefällt und du hier hilfreiche Infos findest! Ich drücke dir die Daumen, dass du dein Vorhaben umsetzen kannst und dann die Welt gemütlich im rollenden Zuhause erkunden kannst! :-)

  • Hallo zusammen,
    finde die Seite auch sehr informativ.
    Mich interessiert noch, wie Du das mit der Wohnsitzmeldung gemacht hast. Generell muss man ja irgendwo gemeldet sein.
    Des Weiteren noch eine kostenlose Alternative zu Dashlane. Ich nutze SecureSafe. Ist kostenlos und funktioniert prima.

    • Hallo Babsi, danke für das Lob – genau dafür mache ich den Blog. :-)

      Mein Wohnsitz ist weiterhin Berlin unter der Anschrift einer Freundin. Die Post wird automatisch zu Dropbox weitergeleitet. Das klappt wunderbar.
      Danke für den Tipp SecureSafe – das schaue ich mir mal an!
      Liebe Grüße aus Griechenland!
      Mandy

  • Hallo Mandy
    das mit der Krankenkasse. Du bist zwar weltweit Versichert ausser im Wohnsitzland. Was machst Du wenn Du in Deutschland bist (Durchreise) und wird krank?

  • Hallo zusammen,
    mich würde interessieren, wie man die GEZ-Gebühren spart. Dachte, das wäre so eine „Zwangsgebühr“, aus der man nicht rauskommt. LG Ulrike

    • Ich bin ja bei einer Freundin gemeldet, die GEZ ist pro Wohnung zu entrichten. Das passier auch, allerdings muss ich dazu keinen Anteil leisten, weil ich ja quasi nie da bin. ;)

  • Wegen dein Vodafone Vertrag: wenn du nicht so Abhängig von die Data menge bist ( ich errinere mich das du normeleweise ein lokales anbieter nutzt mit dein Portable Router), kannt du vielleicht in eine „Vodafone CallYa Prepaid“ wecheln. Entweder 10 eur ( 2 GB Daten ) oder 22,5 eur ( 4 GB Daten ) pro Monat – ohne Vertrag !

    • Danke für den Hinweis, Joao! Ich bin erst an den aktuellen Vertrag gebunden, werde das aber ändern, sobald ich kündigen kann. Prepaid wird dann wohl die bessere Wahl sein.

  • hallo mandy,
    als langzeitreisende sind wir natürlich wissbegierig, wie andere mit dieser lebensweise klarkommen und wir freuen uns für jeden, der aus der tretmühle ausbrechen kann. seit ich in vorruhestand gehen konnte, sind wir nur noch unterwegs, unsere nachbarin fragte im spass, ob sie für uns unser „häusle“ verkaufen soll, wir seien doch nie zu hause. weshalb ich dir schreibe, wie ich herausgelesen habe, hast du dein womo nun schon einige jahre und die fehlende sonne kann zum problem werden.
    seit wir unser kleines womo, ein toyolandcruiser mit pick up kabine mit lithium ionen batterien ausgerüstet haben, hatten wir nie mehr probleme. auch bei nur kurzer fahrstrecke werden diese im gegensatz zu herkömmlichen batterien schneller gelanden.laut “ amumot“ , dieser ist kompetent, selbst langzeitwomofahrer, können diese batterien vererbt werden bei entsprechender behandlung, du sparst gewicht und hast bei gleicher ah kapazität wesentlich mehr stromleistung zur verfügung.
    dies vielleicht als kleiner tipp.
    freundliche grüsse- gebhard mit liesel

    • Hallo Gebhard,
      danke für deinen Kommentar & den Tipp mit der Lithium Ionen Batterie. Das Thema habe ich bereits auf meiner „Wunschliste“ stehen für’s nächste Update… und Andre von Amumot werde ich damit auf jeden Fall auch noch behelligen und um Rat fragen. :-)

  • Hallo Mandy
    toll informative Seite – bin über die Komposttoilette im Van hierhergeraten!
    Aber bevor du bei Vantik investierst schau dir das noch mal genauer an… Du erhältst da nur 3 Prozent Rendite und keine nennenswerte Rente später. Bei LazyInvestors gibt es einen Vergleich zum Altersvorsorge-Dschungel. Ein ETF-Depot ist wirklich einfach selbst online zu managen und kann genauso flexibel bespart werden. Tolle Finanztipps für Frauen gibt es auch in der FB Gruppe von Mme Moneypenny!
    Neidvolle Grüße aus dem nassen Berlin

    • Hallo Meike, danke für deinen Hinweis! Ja, Vantik ist gerade ein Test, das Theme Altersvorsorge ist bei mir noch in den „Kinderschuhen“. ETFs habe ich auch im Einsatz, allerdings nicht als Sparplan. Da muss ich mich noch ein bisschen besser einlesen. Toller Tipp bei LazyInvestors, da lese ich gleich mal weiter. Madame Moneypenny kenne und folge ich bereits. :-)

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