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That's VANLIFE

6 Jahre Vanlife. Pause.

    Vielleicht ist es dir schon aufgefallen – in den letzten Wochen ist hier auf dem Blog und auch bei Instagram oder Facebook nicht mehr viel passiert. Seit Anfang Juni bin ich zurück in Deutschland und es passieren gerade ganz viele Dinge. Ich nehme dich hier im Beitrag ein bisschen mit, was so passiert ist und wie die weiteren Pläne ausschauen.


    6 Jahre Vanlife

    Ja, ziemlich genau 6 Jahre habe ich in meinem Van gelebt und dieses Abenteuer wirklich in vollen Zügen genossen. In den letzten Wochen und Monaten in Griechenland habe ich aber gemerkt, dass irgendwie “die Luft raus” ist.

    Was meine ich damit genau? Ich war von vielen Dingen im Alltag manchmal einfach genervt.

    • Wenn der nächste Stellplatz einfach nicht so schön war wie erwartet.
    • Wenn irgendwas am Auto kaputt ging.
    • Wenn es mühsam war, Stellen für Frischwasser / Abwasser zu finden.
    • Wenn’s im Supermarkt nicht die gewünschten Sachen zu kaufen gab.
    • Wenn nette Menschen, die ich erst kurz kenne, schon wieder weiter fahren…
    • Wenn der Herr Hund mal wieder jagen gehen will…

    Das sind alles Themen, die einen tagtäglich im Leben im Van begegnen (ok, das mit dem jagenden Hund ist vielleicht eine Ausnahme… ;-). Bisher konnte ich ganz gut damit umgehen und habe diese Umstände immer in Kauf genommen, weil es mir das alles wert war, um frei durch die Welt reisen zu können.

    Diese Themen haben lange mir gearbeitet (und tun es immer noch) und dazu geführt, dass ich nach dem letzten Winter in Griechenland und dem vorangehenden Roadtrip durch den Osten Europas einfach keine weiteren Pläne geschmiedet habe. Ich wusste nur, dass ich erst mal zurück nach Deutschland fahre für den Sommer. Und ich bin aktuell sehr froh darüber, keine Reisepläne geschmiedet zu haben.

    Das klingt jetzt vielleicht etwas negativ, soll es aber überhaupt nicht sein! Ich bin weder traurig, dass ich jetzt vorerst nicht mehr im Van lebe (hab’s ja selbst so entschieden), noch trauere ich der “guten alten” Vanlife-Zeit nach. Alles hat genau so gepasst, zu seiner Zeit. Jetzt stehen halt ein paar Veränderungen an, auf die ich mich ebenfalls sehr freue.


    Veränderungen

    Ich möchte mich auch beruflich weiterentwickeln und starte deshalb ab August eine sechsmonatige Weiterbildung (zur Full Stack Developerin bei der Codingschule). Dafür brauche ich Zeit und Ruhe. Und wo bekomme ich diese? In einem schönen Haus mit Garten. Ich Glückspilz habe eine liebe Freundin, bei der ich in nächster Zeit wohnen kann. Mein WG-Zimmer ist bereits fast fertig eingerichtet – ich fühle mich wieder wie eine Studentin. ;-) Das ist für mich eine super Gelegenheit, erst mal in Ruhe hier “anzukommen” und zu schauen, wie es für mich dann ab nächstem Jahr weiter geht.


    Am liebsten was eigenes

    Auch ein Thema, das mich bereits länger beschäftigt: ich vermisse einfach ein Zuhause, eine Base, wo ich daheim bin und wo meine Sachen sind. Es geht nicht darum, dass ich jetzt wieder komplett sesshaft werden möchte. Aber ich hätte einfach sehr gern mein eigenes “Reich”, wo ich immer ankommen kann, wenn ich keine Lust mehr zum Reisen habe.

    Nachdem ich lange zum Thema Tiny Häuser recherchiert und da wirklich tolle Konzepte gefunden habe, bin ich inzwischen ein großer Fan von Modulhäusern. Diese sind meist ein bisschen größer als Tiny Häuser, aber ebenfalls recht einfach auf- und ggf. wieder abzubauen und zu transportieren.

    Der einzige Haken an der Sache: finde mal ein Grundstück dafür! Rechtlich gibt es da so viele Beschränkungen und obendrein kann jede Kommune noch mal individuell entscheiden, welche Häuser-Form und Größe sie in ihrem Ort haben möchte. Das Thema Tiny Living, also Leben auf wenig Platz, ist leider noch immer “Neuland” in vielen Regionen und deshalb ist es kaum möglich, ein passendes Grundstück zu finden. Denn auch das kleinste Tiny Haus auf Rädern benötigt beim Aufstellen im Garten eine Baugenehmigung sowie Anschlüsse für Strom, Wasser und Abwasser (wenn man darin leben möchte).

    Wie du siehst, ein spannendes aber kompliziertes Thema. Ich bleibe dran…


    Und was passiert mit dem Van?

    Natürlich behalte ich meinen Töff und nutze ihn auch weiterhin. In letzter Zeit war ich damit auf einigen Festivals, ein weiteres (Jamel rockt den Förster) steht noch bevor.

    In der Zwischenzeit vermiete ich das gute Teil bei Paul Camper (Hinweis: Wenn du über diesen Link buchst, bekommst du einen 30€ Gutschein). So steht das Töff nicht gelangweilt im Garten herum, sondern macht anderen Leuten eine Freude.

    Falls du also mal in dem Original Movin’n’Groovin Töff reisen möchtest – dann melde dich gerne!

    Darf ich vorstellen: der Van!
    Du kannst mich mieten!

    Das Töff

    Du kannst meinen Van gerne für ein paar Tage oder auch länger mieten. Das Auto steht in Ankum (nördlich von Osnabrück). Die Abwicklung, Versicherung etc. erfolgt über die Plattform Paul Camper.

    Ich weiß, die meisten würden niiiie im Leben ihren geliebten Van an fremde Leute vermieten. Ich aber schon, meine Liebe zum Auto hält sich irgendwie in Grenzen. Es ist und bleibt ein Auto, das lange mein Zuhause war. Aber jetzt darf das Töff auch mal andere Leute durch die Gegend kutschieren.


    Und die nächste Reise?

    Derzeit habe ich tatsächlich keine genauen Reisepläne. Ich werde hier im Blog noch über den ein oder anderen Ort schreiben, den ich bereist habe. Aber wenn ich nichts neues zu berichten habe, bleibt es hier vielleicht auch eine Weile ruhiger. Die Seite bleibt aber bestehen und ich schreibe wieder Beiträge, sobald ich etwas spannendes zu erzählen habe. Ob von der neuen Reise, vom Einzug ins neue Zuhause, oder ein ganz neues Abenteuer, von dem auch ich bisher noch nichts ahne – wer weiß!


    Schreib mir gerne deine Meinung zu diesen Neuigkeiten!
    Und natürlich auch gerne melden, falls du ein Grundstück für ein Modulhaus zur Verfügung hast – oder jemanden kennst, der jemanden kennt. Region ist erst mal egal, das entscheide ich dann wenn’s soweit ist.

    PS: Das Titelbild stammt von meinem Start des Vanlifes im Juni 2016 – da war ich im wunderschönen Schweden unterwegs. Da muss ich auch noch mal hin bei Gelegenheit…

    11 Gedanken zu „6 Jahre Vanlife. Pause.“

    1. Hallo liebe Mandy,
      Deine Vorgehensweise kann gut verstehen, eine homebase ist was feines.
      Warum schaust du nicht nach einem Mini Haus?
      Ich habe mir jetzt für unter 60000 Euro ein Haus mit Mini Grundstück gekauft, das ganz gut in Schuss ist. Es gibt sowas noch in bestimmten Gegenden.
      Und was ist denn das für eine Ausbildung, die du da startest? Da bin ich ja mal gespannt.
      Gruß von deiner treuen Leserin Sylke mit Hund Doro

      1. Hallo Sylke,
        ein Mini Haus wäre auch eine Option, ich schaue mich mal weiter um. Wo/wie hast du deins denn gefunden?
        Die Ausbildung ist diese hier: https://www.codingschule.de/fullstack – endlich mal richtig programmieren lernen. Bisher mache ich das ja im “learning by doing” Stil und komme da oft an meine Grenzen.

        Liebe Grüße!
        Mandy

    2. Ich wünsche dir viel Glück und Freude beim neuen Leben, die Fahrt in das grosse Abenteuer “Programmieren” . Und möge sich bald ein nettes kleines Häuschen als Homebase dazu gesellen!

    3. Hey Mandy,
      ich war grad kurz echt schockiert, dass das nun echt 6 Jahre waren – wahnsinn, und ich hab Dich die ganze Zeit gerne begleitet!
      Ich verstehe das glaub ich grad total und sehe da ebenfalls absolut nix Negatives. Ist doch toll, wenn man die Dinge genau dann so macht, wie sie passen, und ein WG-Zimmer mit Garten ist ja der Knaller. Mit Tinyhäusern habe ich mich auch mal ne Weile beschäftigt und bin damals wieder wegen der Grundstücksproblematik von abgekommen. Diejenigen, die so leben, stehen heute entweder auf so ne Art Tinyhäusercampsites, die aussehen wie Campingplätze und echt so absolut nicht meins wären, oder sie haben jahrelang illegal auf den ätzendsten Plätzen gestanden. Alles sehr schwierig. Es gibt allgemein das Argument, dass Tinyhäuser ökologisch wahnsinn seien, was ich immer noch nicht so ganz nachvollziehen kann. In der Regel reicht ein Ofen, um das ganze Ding zu beheizen, und da gibts ja mittlerweile mega gute Sachen. Außerdem gibts schöne Lösungen fürs Klo und Abwasserkreisläufe. Ich bin immer noch Fan, aber habe entschieden, dass es tatsächlich etwas bescheuert wäre, mir jetzt was eigenes zu kaufen, wenn der Mann schon was eigenes hat.
      Ich freu mich jedenfalls, wenn Du ab und an was von Dir hören lässt und bin gespannt, wie es in einem halben, einem, zwei Jahren weitergeht.
      Alles Gute
      Inka

    4. Goody ( gudrun Meier)

      Liebe Mandy…
      Mal was neues ausprobieren..immer toll und bestimmt sehr erfahrensreich.
      Hauptsache es passt für dich und du bist mit deiner Seele stimmig.
      Alles Gute..viel Erfolg und du weißt ja in der Ruhe liegt die Kraft…
      Alles liebe goody

      1. Hallo Goody,
        danke für deinen Kommentar! Ja, da hast du recht… es muss einfach für mich passen. Und da passt aktuell das “nicht reisen” perfekt. Mal sehen, was dann als nächstes Abenteuer auf mich wartet. ;-)
        Liebe Grüße!
        Mandy

    5. auch ich habe mich gefreut über deine newsletter, deine Reiseerfahrungen und schöne Bilder.
      Ich reise selbst sehr gerne in einer Nummer kleiner, 5 m und habe deine Überwinterungen mit Spannung beobachtet.
      Das habe ich noch nicht gemacht.
      Für dich schöne Inspirationen,viel Freude beim Eintauchen in basics beim Programmieren und….,
      ein passendes schönes Zuhause mit netten Nachbarn, was ich sehr bereichernd finde,
      und danke, Ingrid

    6. Hej Mandy
      ich hab dich in der Schweiz an der BEA kennengelernt, wo du noch ganz am Anfang deines “Van-Lebens” warst. Dein Schritt ins Nomadenleben war mutig, aber es war wohl der genau richtige Zeitpunkt dafür. Verrückt, dass das schon 6 Jahre her ist!
      Auch ich habe dich immer mal wieder lesend begleitet, bei deinen Pannen mitgelitten und mich über deine Erfolgserlebnisse gefreut.

      Jetzt wird es leider immer schwieriger mit dem Camperleben in Europa. Seit Corona stehen Camper-Neulinge überall, die Campingplätze sind rappelvoll und frei stehen kann man schon fast vergessen. Immer mehr Parkplätze werden gesperrt und letzthin habe ich gelesen, dass Portugal die Nase voll hat, wildes Campieren verbietet und sehr restriktiv gegen Freisteher vorgeht und hohe Bussen verteilt.
      Ich dachte da an dich und die vielen anderen, die ihr Leben auf vier Rädern verbringen. Wo finden sie denn jetzt noch ein Plätzchen zum Überwintern oder überhaupt zum Stehen??

      Schön, dass du dich jetzt für einen neuen Abschnitt in deinem Leben entschieden hast. Ich kann absolut verstehen, dass man auch einfach wieder mal eine Veränderung will, bevor das Ganze nur noch Trott ist. Ich wünsche dir dazu ganz viel Erfolg und Spass an deiner Weiterbildung.
      Liebe Grüsse, Mela

      1. Hej Mela, ja ich erinnere mich! Da hatte ich meinen ersten Vortrag gehalten auf der Messe in Bern. Was ‘ne Aufregung! :-)
        Ja, der große Hype ums Camperleben ist einer von vielen Gründen, warum ich momentan nicht mehr so viel Lust darauf habe. Es ist oftmals einfach anstrengend. Oder auch schade, wenn man in Regionen fährt, wo die Einheimischen schon keinen Bock mehr auf Camper haben.
        Na mal sehen, was als nächstes passiert, ich lass es auf mich zukommen.
        Danke dir & auch dir alles Liebe!
        Mandy

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