Mit Robbie Williams in Newcastle… quasi.

Robbie Williams in Newcastle

Ach ja, da war ja noch was in Newcastle – wir hatten Tickets für das Robbie Williams Konzert! Ooooh wie war die Vorfreude groß! Ich hatte Mr. Robbie Williams schon ewig nicht mehr live gesehen und war gespannt was uns da erwartet. Und ich war mir sicher, dass es ein riesen Spaß werden wird!

Das Konzert fand in der Metro Radio Arena (eigentlich ein Eishockeystadion) in Newcastle statt, die sehr praktisch nur 10 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt lag. Später habe ich gelesen, dass Robbie an dem Abend zum ersten Mal seit über 14 Jahren wieder in Newcastle auftrat – na das wurde ja echt mal wieder Zeit. Randnotiz: Das erste Konzert in der Arena spielte übrigens David Bowie im Jahre 1995.

Robbie hatte zwei Konzerttermine in Newcastle – am zweiten Abend war er wohl etwas tollpatschig, fiel von der Bühne und die arme Frau, die ihn auffing, hat sich dabei den Arm gebrochen. Na zumindest hat sie eine gute Story zu erzählen. Immer positiv denken! :)

Und dann kam Robbie

Wir waren ein wenig aufgeregt, nicht nur weil Robbie uns erwartete, sondern auch wegen der nicht ganz klaren Information auf den Konzerttickets. Dort stand nämlich Standing Row 2 – also Stehplatz 2. Reihe!? Wie soll das denn gehen? Sind dort die Stehplätze abgezählt oder wie? Nun ja, die Aufklärung kam, sobald wir die Halle betraten. Row 2 war der normale Stehplatz, Row 1 dann vermutlich der Innenraum  innerhalb des halbrunden Laufstegs, der von der Bühne ins Publikum und zurück führte. Aber wir waren happy – hatten wir doch einen ganz guten Platz in der Nähe dieses Laufstegs.

Und es hat sich gelohnt! Ein sehr spezielles Konzert, würde ich mal sagen. Swing both Ways heißt die Tour, und entsprechend war auch die Show konzipiert. Viele Swing-Klänge, ein paar bekannte Hits und Cover wurden gespielt. Es gab eine 20-minütige Pause zwischendrin, in der auch die Bühne ein wenig umgestaltet wurde – ein bisschen wie im Theater.

Auch spannend:  Reiseplanung Update: Nordspanien hat gewonnen!

Robbie gab zwischen oder während der Songs Autogramme (die sich die Leute tätowieren lassen wollten), hing bei Nobody likes a fat Popstar etwas pummelig und verloren über der Bühne, heiratete zwischendrin mal flink einen Fan aus der ersten Reihe… es war also ein großes Spektakel, das mehr von einem Varietee hatte als von einem Popkonzert. Anders, aber super schön umgesetzt!

Mein persönliches Highlight war der Moment, als Robbie seinen Vater auf die Bühne bat und beide zusammen sangen. Hach, das war ganz goldig anzusehen:

Und Robbie mal aus nur 2-3 Meter Entfernung zu sehen und anzugrinsen, war ebenfalls ein tolles Erlebnis. Der Typ ist einfach der geborene Entertainer. Auch wenn’s ab und an etwas schnulzig zugeht, Robbie darf das. Zum Glück war das Publikum recht bunt gemischt und wir waren nicht (nur) von kreischenden Mädels umgeben. Auch Männer sangen bei Angels lauthals mit – herrlich!

Ja, Robbie ist wohl der einzige Popstar, den ich ohne Scham anhimmle. Haha! Inzwischen ist er ja tatsächlich zu einem Künstler herangewachsen, der auch tatsächlich singen kann. Das ist ja nicht so üblich unter den meisten Popsternchen.

Zum Abschluss gab’s auch noch ein kleines swinngendes Medley seiner Hits… oh weh, das war so schön, wir kamen aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. :)

Abschied von Newcastle

Am nächsten Tag sind wir noch ein wenig durch Newcastle spaziert, haben uns u.a. das angeblich größte Einkaufszentrum der Insel angeschaut (nicht sonderlich spannend wenn man nicht vorhat zu shoppen). Eine schöne alte Markthalle haben wir zufällig entdeckt, wo frische Lebensmittel und allerhand Schnickschnack angeboten werden.

In der Fußgängerzone ließen wir uns auf einen Kaffee nieder, genossen die Sonne und beobachteten die Leute um uns herum. Am Nachmittag ging es dann wieder im Shuttle zurück zum Hafen, wo die Princeess Seaways der DFDS auf uns wartete.

Auch spannend:  Road Trip durch Galicien: meine Highlights & Tipps!

Sehr spezielles Abendprogramm

Nachdem wir unser mitgebrachtes Essen in der Mermaid Bar auf dem obersten Deck des Schiffes genossen und dabei schön den Sonnenuntergang und die Küste beobachten konnten, stand noch ein wenig Abendprogramm auf dem Plan. Schließlich ist man ja nicht jeden Tag auf so einem Schiff.

Auf der Hinfahrt hatten wir uns im Navigators Pub niedergelassen und entspannt ein wenig der Gitarrenmusik gelauscht. Jetzt wollten wir zur Abwechslung in den Columbus Club und die Livemusik anschauen. Laut Aushang spielten dort eine Band namens The Waves. Zuerst stand aber eine Frau solo auf der Bühne und gab mit voller Energie alle möglichen Chart-Hits zum besten. Das war teilweise so skurril, dass sie mir schon fast leid tat. Selbst die Nebelmaschine musste sie selbst bedienen – das war lustig aber auch irgendwie traurig anzusehen.

Die danach folgende Band The Waves war ebenfalls überhaupt nicht unser Fall, so dass wir nach einer Weile wieder den Club verließen und doch wieder im Navigators Pub landeten. Denn dort spielte auch diesmal wieder ein viel talentierterer Musiker namens Jimmy Hart auf seiner Gitarre, und er sah obendrein auch noch sehr gut aus. Auf seiner Website gibt es Beweise, und man kann ihn buchen. :)

So ging ein schöner Abend an Bord zu Ende. Die Nacht war ebenfalls sehr entspannt, wir konnten diesmal ganz gemütlich durchschlafen und kurz vorm Anlegen in Amsterdam gab’s noch mal ein reichhaltiges Frühstück an Bord.

Fazit: Super Reise, die ich so nie selbst gebucht hätte

Also bitte nicht falsch verstehen, die Reise war super! Allerdings würde ich beim nächsten Mal ein paar Tage (oder Wochen) mehr auf der Insel verbringen. Schottland ist ja auch ganz in der Nähe – da kann man bestimmt einen schönen Roadtrip draus machen. Das habe ich mir mal auf meiner ellenlangen Reise-Wunschliste notiert. :)

Auch spannend:  Meine Road Trip Playlist - 4 Stunden Rock'n'Roll!

PS: Danke nochmals an DFDS Seaways für die Einladung!

2 Kommentare

    • Ach echt? Den Eindruck hab ich bei ihm gar nicht. Ich finde eher dass man bei ihm zusehen kann, wie er „erwachsen“ wird. Aber vllt. bin ich auch ein bisschen „blind“ bei meiner Beurteilung. ;-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.