Mit der Fähre nach Newcastle upon Tyne

Blick vom Restaurant Babucho

Mein Ausflug nach Amsterdam hatte einen ganz besonderen Grund: von dort aus fährt die DFDS Fähre nach Newcastle. Aber was macht man denn bitte in Newcastle? Das habe ich mich zuerst auch gefragt… Die Reederei DFDS Seaways hatte mich netterweise zu dieser Reise eingeladen.

Mit der Fähre geht’s von Amsterdam nach Newcastle, um dort Mr. Robbie Williams live zu sehen! Das Angebot kann ich schlecht ablehnen – Robbie geht schließlich immer. Und Newcastle kannte ich noch nicht – genug Gründe, dort mal hinzufahren.

Hmm, wofür ist Newcastle bekannt?

Newcastle – oder genauer gesagt Newcastle upon Tyne – liegt im Norden Englands an der Ostküste, am Fluss Tyne. Das muss erwähnt werden, da es noch mindestens sechs weitere Newcastles gibt auf der Insel, und weltweit noch eine ganze Menge mehr.

Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht wirklich viel über Newcastle wusste, nur dass es eine Küstenstadt irgendwo im Norden Englands ist. Vor allem der Schiffbau war ein großer Industriezweig der Stadt, deshalb habe ich eher eine Industriestadt im Kopf – nicht der spannendste Gedanke. Bei der Recherche habe ich herausgefunden, dass

  • es die größte Partystadt der Insel sein soll.
  • dort das wohl größte Einkaufszentrum des Landes stehen soll.
  • einige bekannte Musiker aus Newcastle & Umgebung kommen.
  • Gelsenkirchen die Partnerstadt von Newcastle ist. :)

Die Infos klingen irgendwie schräg, weshalb ich ganz gespannt darauf war, dieses Newcastle kennen zu lernen.

Die Überfahrt von Amsterdam nach Newcastle

Per DFDS Fähre von Amsterdam nach Newcastle

Samstag Nachmittag legt das Schiff namens King Seaways in Amsterdam ab und macht sich gemütlich auf den Weg in Richtung Norden. Das nenne ich mal Slow Traveling per excellence – genau mein Ding! Unsere Kabine ist klein aber fein und hat alle Notwendigkeiten an Board – Bett, Bad, Fenster.

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Per DFDS Fähre von Amsterdam nach Newcastle
Die Mermaid Bar an Deck der King Seaways

Zuerst geht’s zur Mermaid Bar auf dem Schiffsdeck, um dort ein erstes Bierchen zu genießen und die Ausfahrt vom Amsterdamer Hafen zu beobachten. Herrlich, und wir stoßen direkt mit meinem neuen Lieblingsbier an – Newcastle Brown Ale. Lecker!

Nach dem Abendessen landen wir nach einem kleinen Spaziergang durch die verschiedenen Bereiche im Schiff im Navigators Pub, wo ein sehr talentierter Musiker Namens Stephen Burke sein bestes gab. Sehr schöne Musik, viele bekannte Coversongs, auf Akustikgitarre wiedergegeben – sehr sympathisch und ein perfekter Ausklang des Abends.

Abenteuer Newcastle

Am Morgen genießen wir ein sehr reichhaltiges Frühstücksbuffet, während das Schiff langsam auf die Küste Englands zu fährt und dann in den Fluss Tyne einbiegt. Mit dem Shuttlebus geht es ins Stadtzentrum, und gleich beim Hauptbahnhof um die Ecke liegt unser Hotel.

Wir machen uns kurz frisch und starten dann direkt ins Abenteuer Newcastle – unser Plan: der klassische Hop-on Hop-off. Ein Bus, der ein Mal ganz Newcastle durchquert und währenddessen Informationen über die Stadt verrät. Nicht sonderlich kreativ, aber durchaus ein praktisches Gefährt um einen ersten Überblick zu bekommen.

Wir sind dann direkt eine komplette Runde mitgefahren ohne auszusteigen – Newcastle ist wirklich überschaubar und das Stadtzentrum kann auch bequem zu Fuß erkundet werden.

Newcastle upon Tyne
Blick auf Newcastle und seine vielen Brücken

Und zu unserer Überraschung ist Newcastle doch viel schöner als wir erwartet hatten!

Neben der berühmten Milleniums Bridge bietet sich vor allem ein Spaziergang am Fluss an. Als wir da waren, fand gerade ein Wochenmarkt statt, auf dem verschiedene Leckereien, Klamotten, Andenken etc. angeboten wurden – auch German Bratwurst. Die geht scheinbar überall…

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Newcastle upon Tyne
Die berühmte Gateshead Millennium Bridge

Am gegenüberliegenden Flussufer sticht eine silberne Wolke hervor – das Konzerthaus Sage Gateshead. Im Vordergrund sieht man einige Stände vom Wochenmarkt.

Newcastle upon Tyne
Blick auf das Konzerthaus The Sage Gateshead

In der Gegend gibt es auch viele Restaurants und Bars, die ganz einladend aussehen. Wir haben uns im Babucho ein wenig mit Pasta gestärkt – super leckeres Essen, gebracht von einem etwas verpeilten, aber sehr freundlichen Kellner.

Newcastle upon Tyne
Blick vom Restaurant Babucho

Und dann ist der Tag auch schon fast vorbei – aber das Highlight haben wir noch vor uns: am Abend steht Robbie Williams auf dem Programm! Oh, und was da geschah, und wie die Reise weiter geht, erfahrt ihr in Teil 2: Mit Robbie Williams in Newcastle… quasi. 

Robbie Williams in Newcastle
Robbie Williams in Newcastle

Meine Erkenntnis von einem Tag in Newcastle upon Tyne:

  • Die Stadt viel schöner als erwartet, tolle Architektur, schöne Lage am Fluss mit vielen Brücken!
  • Ich verstehe kein Wort! Der englische Akzent der Gegend ist nicht einfach zu verstehen – da werden Worte nur halb ausgesprochen und die Leute machen beim Reden einfach den Mund nicht auf. Aber man schlägt sich so durch, geht schon mit ein bisschen Anstrengung.
  • Scheinbar steht da wirklich das größte Shoppingcenter der Insel – warum auch immer!
  • An jeder Ecke gibt’s einen Pub, logo. Das Nachtleben hier soll ja auch sehr speziell sein.
    Der Spiegel titelte da reißerisch Für manche ist Newcastle eine Zweigstelle von Sodom und Gomorrha, für andere einfach nur das größte Partymonster Englands. Die alte Kohlestadt lebt für den Exzess..
    Leider (oder zum Glück?) hatten wir keine Gelegenheit das zu überprüfen, da Sonntag Abend offenbar alle noch ihren Rausch vom Vorabend auskurieren…
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Warst du schon mal in Newcastle? Wie war dein Eindruck? 

PS: Zu dieser Reise wurde ich von DFDS Seaways eingeladen. Vielen Dank dafür!

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