Neue Geschichten vom „Camping Corona“ in Griechenland

Camping Corona

Ja, wir sind noch immer am gleichen Ort. Seit dem 27. Februar bin ich inzwischen an diesem schönen Flecken Erde. Ich glaube, so lange habe ich’s noch nie an einem Ort „ausgehalten“, seit ich im Van lebe! Vor zwei Wochen hatte ich Über das Leben im Van in Zeiten von Corona geschrieben, hier folgt nun ein Update.

Auch wenn der lange Aufenthalt nicht ganz freiwillig ist (die Ausgangssperre hier in Griechenland wurde bis Ende April verlängert), kann ich mich nicht beschweren. Dank netter Nachbarn und der Baustelle wird’s auch nicht langweilig. Was wir so erlebt haben und welche Highlights so ein Festsitzen in „Camping Corona“ mit sich bringt – hier gibt’s ein paar Fotos & Geschichten:

Besuch im Supermarkt

Definitiv ein Highlight während der Quarantäne – der Besuch im Supermarkt! Nach über drei Wochen bin ich auch mal wieder losgefahren – da raus in diese „Zivilisation“! Begegnung mit anderen Menschen… verrückt! Sogar bis nach Koroni sind wir gefahren, weil ich zur Bank musste. Trotz Ausgangssperre war dort verdächtig viel los seltsamerweise…

Im Supermarkt stehen am Eingang Einweg-Handschuhe & Desinfektionsmittel bereit. Ansonsten hat sich nicht viel verändert, auch Hamsterkäufe scheint es hier nicht zu geben.

Neben Lebensmitteln für mich musste ich auch dringend Hundefutter kaufen. Der Tierfutterladen hier in der Nähe hatte ganze drei Sorten zur Auswahl, das „teuerste“ kostete 14€ für 20 kg! – nun ja, gekauft. Aber ich will gar nicht wissen, was da drin ist… (steht auch nicht so genau drauf). Marko schmeckt’s immerhin.

Der 274. Strandspaziergang

Strandspaziergang mit Marko
Eine Runde am Strand jeden Morgen – das ist gar nicht so übel.

Zum Glück wird der Strandspaziergang mit Marko nie langweilig. Noch ist es mir zu kalt zum Schwimmen, aber Marko genießt die Abkühlung und rettet Stöckchen.

Ich genieße einfach das schöne Wetter. Morgens gehen wir meist so gegen 7:30 Uhr raus für eine erste Runde – da geht gerade die Sonne auf und es ist noch recht frisch, die Luft ist so herrlich klar. Wenn ich dürfte, würde ich vielleicht sogar das Joggen anfangen… aber nur vielleicht. ;-)

Derzeit ist dies (und auch das Baden im Meer) nicht erlaubt. Mit Hunden darf man offiziell auch nur maximal 15 Minuten spazieren gehen. Unsere Runden fallen meist länger aus, denn hier steht bisher niemand mit einer Stoppuhr und kontrolliert die Zeiten.

Die Baustelle

Das Restaurant nimmt langsam Gestalt an, auch die Terrasse wird verschönert mit Sitzbänken und einem Sonnensegel – das hatte ich zufällig dabei – ein klassischer Fehlkauf. Jetzt darf es seinen Job hier am Restaurant machen und ich habe wieder Platz im Van für neue Ideen. :-)

„Camping Corona“

Mit meinen Camper-Nachbarn habe ich hier eine schöne Zeit – wir essen zusammen, auch wenn ich immer eine „Extrawurst“ brauche als Veganerin, aber gelegentlich gebe ich mich auch mit vegetarisch zufrieden. Letztens gab es Pizza vom Grill – sooo lecker! Oder Pommes aus der Friteuse – ihr glaubt gar nicht, was in so manches Wohnmobil passt. Ich revanchiere mich dann mit Kuchen und Hummus und alle sind happy. :-)

Wir sind eine ganz lustige Truppe hier und lassen uns trotz der aktuellen Situation den Humor nicht nehmen. Den Platz haben wir bereits „Camping Corona“ getauft. Und noch machen wir Witze darüber, welchen Geburstag wir als nächstes feiern werden (meinen im September?)… denn wie lange wir hier noch bleiben werden, weiß niemand.

Selbst wenn die Ausgangssperre aufgehoben wird Ende April, werden wir nicht sofort weiterfahren. Denn wohin? Hier sind wir halbwegs sicher. Zurück nach Deutschland (was mein eigentlicher Plan war für den Sommer) möchte ich derzeit eh nicht. Also warte ich mal ab – und vielleicht bleibe ich einfach noch einen Sommer (und Winter?) hier in Griechenland? Wir werden sehen…

Wo auch immer ihr seid: bleibt gesund!

Neue Geschichten vom

 

1 Kommentar

  • Hier verpasst du Nichts, bis nach Norwegen wird es dieses Jahr sicher eh nichts, also bleib um Gottes Willen da. Jetzt hast du mal richtig Zeit jeden Grashalm zu durchforsten und jedes Sandkorn umzudrehen. Pfeifff… ;) Es gibt glaub ich Schlimmere Orte.

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