Hipp, hipp, hur­ra – der VAN ist da!

Der VAN

Gestern war es endlich soweit – mein lieber Van wartete auf mich! Früh morgens mache ich mich auf den Weg zum Caravan Center in Wusterhausen, dort wurde die letzten Schrauben im Van festgezurrt.

Zuerst gab es eine umfangreiche Einweisung in die Funktionsweisen des Vans. Da sind ja einige Dinge mehr, die ein normales Auto nicht hat.

  • die Küche mit Kühlschrank und Gaskocher
  • das Bad mit Raumdusche (im Star Treck Beam me up, Scotty Style)
  • die Toilette
  • das Schlafzimmer mit 2 Betten
  • der Kofferraum mit reichlich Stauraum
  • der Fahrradträger an der Hecktür
  • der Wassertank
  • die Gasflasche
  • die Markise
  • die Elektrik: Steckdosen, Batterien, Solarpanele, Bedienelemente…

Mir schwirrt der Kopf, zum Glück gibt es eine dicke ausführliche Anleitung für all die Details noch mal in gedruckter Form dazu!

Der VAN

Nachdem das Geld überwiesen und alle Verträge unterzeichnet waren, geht’s endlich los – die erste Fahrt von Wusterhausen zurück nach Berlin. Das Wetter gibt alles – von strahlendem Sonnenschein bis zu wolkenbruchartigen Regenfällen… ein super Intro in mein Van Life. ;-)

Fast in Berlin angekommen, passiert direkt ein erstes Malheur: in einer engen Straße stoße ich mit dem rechten Außenspiegel plötzlich gegen etwas – vermutlich ein Ast oder ein Straßenschild. Ich höre zwar den Knall, realisiere aber erst ein paar Ecken weiter, was passiert ist – und bin erst mal geschockt. Nach kurzem Telefonat mit dem Autohaus und der Versicherung steht schnell fest: alles halb so wild – ein neuer Spiegel wird geliefert und ich verspreche, dass dies die einzige Schramme bleiben wird.

Der VAN

Die nächste Herausforderung: einen Parkplatz in der Nähe der Wohnung zu finden. Das ist im Prenzlauer Berg ja schon für Pkw ein Abenteuer. Zum Glück finde ich aber eine Lücke, in die ich bequem einparken kann.

Jetzt muss ich erst mal verschnaufen und mir das Auto in Ruhe anschauen und alles ausprobieren, Knöpfe drücken, Schubladen und Schränke aufmachen, die Dusche ausprobieren (nur ein Trockentest)… und was soll ich sagen? Ich flipp aus! ;-) Mein neues Zuhause gefällt mir sehr gut! Hier könnt ihr euch ein kurzes Video mit meiner Wohnungsbesichtigung anschauen:

Ja, und wann geht die Reise endlich los?

Der abgefahrene Spiegel verzögert den Start meiner Reise um ein paar Tage. Außerdem muss ich mich noch beim Bürgeramt ummelden gehen, der Termin dafür ist nächste Woche. Dabei müssen auch die Kfz-Papiere umgeschrieben werden – das wusste ich bis gestern nicht. Deshalb kann ich eh noch nicht losfahren, bis das nicht erledigt ist.

Nun ja, ich werde die nächsten Tage noch für ein paar Erledigungen nutzen, werde ein paar kleine Testfahrten unternehmen, mit Freunden in der Van-Küche anstoßen… und am 8.6. ist dann endlich Abfahrt!

Der VAN

Wo geht’s hin?

Der grobe Plan sieht momentan so aus:

  • zuerst fahre ich zu Freunden nach Ankum (bei Osnabrück), werde dort ein paar Tage bleiben und dann weiter in den Norden fahren und evtl. ein paar Tage an der Nordsee genießen.
  • Der nächste Zwischenstop ist ein Besuch bei Freunden in Hamburg.
  • Danach geht die Reise weiter mit der Fähre von Travemünde nach Malmö, Schweden.
  • Dort sammle ich dann Synke ein und wir fahren zusammen durch Südschweden bis nach Stockholm.
  • In Stockholm findet die diesjährige TBEX Travel Blogger Conference statt – da werden wir schön zentral auf einem Campingplatz logieren.
  • Mitte August schippert mich dann eine Fähre von Stockholm nach Helsinki (mit Zwischenstopp für 1-2 Tage auf der Insel Aland).
  • In Helsinki treffe ich eine Freundin und wir gehen zusammen zum Flow Festival.
  • Danach fahre ich weiter gen Norden – FinnlandSchweden, bis Norwegen. Ein genauer Plan für die Route steht noch nicht fest. Das wird sich dann zeigen, wenn es soweit ist.

Das reicht ja erst mal für den Anfang, oder? ;-)

Ich bin sehr gespannt auf die Zeit im Van, die Erlebnisse, Begegnungen, Erkenntnisse (da kommen sicher ein paar…) und überhaupt, die Freiheit! Wir sehen uns on the Road!

 

12 Kommentare

  • Yeah, herzlichen Glückwunsch! Das ist ist ja ein schniekes und geräumiges Teil und ich bin schon super gespannt auf deine ganzen Berichte. Wirklich, wirklich toll!

  • Hallo Mandy,
    cooler und sehr informativer Blog! Ich will selber den Schritt in den Van wagen, aber anders als du, will ich vorerst weiterhin Festangestellt arbeiten. Nur die Wohnung soll weg :-)

    Dazu die Frage: Wie sah die Finanzierung bei dir aus? Wie hoch war zB die Anzahlung, Rate etc. Wie sieht es nach den 3 Jahren bei den laufenden Kosten für Reperatur und Wartung aus? Löst sich zB die Inneneinrichtung schon auf? Du beansprucht den Wagen ja doch um einiges mehr als ein „normaler Kunde“ :-)

    Danke und Viele Grüße
    Christian

    • Hi Christian,
      ich habe nur einen Teil des Preises finanziert, und den inzwischen auch abbezahlt, waren knapp 500€ im Monat. Das ging ganz gut, aber jetzt bin ich froh, dass das Auto „meins“ ist und die monatlichen Kosten erheblich gesunken sind.

      Für Reparaturen / Wartung gab’s noch nicht so riesige Kosten, dass sie groß ins Budget eingreifen. Klar, ein paar Dinge fallen langsam auseinander und müssten mal gemacht werden, aber ich bin gut im Verdrängen. Nächstes Jahr (wenn ich mal wieder in DE bin) gehe ich die Themen an und dann kann ich auch mehr zu den Kosten sagen.

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