Jake Bugg live in Berlin – einfach authentisch

Jake Bugg

Gestern Abend spielte Jake Bugg im Berliner Huxleys. Wir waren etwas skeptisch, was den jungen Herrn (19!) angeht… Die Tickets hatte ich im Frühjahr gekauft, als er mit Lightning Bolt u.a. in der Dauerschleife im Radio lief. Im Sommer hat er scheinbar alle Festivals bespielt und es nimmt kein Ende… Das zweite Album Shangri-La wurde obendrein von Rick Rubin produziert (der quasi schon für alle Großen des Musikgeschäfts aktiv war – von Beastie Boys über Johnny Cash bis Eminem).

Jake Bugg Hype überall, das stimmt mich ja grundsätzlich immer skeptisch. Und vor allem bei einem Jungspund wie ihm weiß man ja nie wie der mit diesem Riesen-Erfolg umgeht. Aber was soll ich sagen? Jake ist immer noch der unscheinbare putzige Guy aus Nottingham, der recht unscheinbar auf die Bühne kommt und einfach sein Ding macht. Ganz simple in Schwarz gekleidet hinter seiner Gitarre „versteckt“.

Ohne viel Gerede legt er direkt los, zwischen den Songs kommt ab und an ein fast schüchternes „Thank you very much!“ und die Ankündigung des nächsten Songs. Das Konzert war wundervoll, seine Stimme hat mich besonders beim Song about Love umgehauen. Auch Broken ist so schön – siehe Video!

Aber Jake kann auch rocken, Messed up Kids ist ein gutes Beispiel.

Am Ende gab es noch eine Cover-Version von Neil Young’s My My, Hey Hey, und quasi als Rausschmeißer erklang Lightning Bolt. Beim Abschied kurz vorm Verlassen der Bühne kam ihm doch ein kurzes Lächeln über die Lippen, aber das war bestimmt nur ein Versehen – coole Socke. ;)

Hier könnt ihr in Jake Bugg’s Alben reinhören:

Shangri La (2013)


Jake Bugg (2012)



*Titelbild: Kmeron vom Auftritt in Brüssel.